AutoFahrenHousing First - Was bedeutet für dich wohnen?Erinnerungen eines Hauses - Fragment IIErinnerungen eines Hauses - Fragment IBack from ChongqingLovely ConFashionsROTFeeling GoodReiz der DingeHeimatFilmTV-PoolDas GesprächIn Schale geworfenHautFotos, Collagen & Zeichnungen

AutoFahren

2 Kanal Videoinstallation, Galerie Plan D 2017/18

Die Videoinstallation „Autofahren“ zeigt Videoaufnahmen von vorbeifahrenden Autos auf einer stark befahrenen Düsseldorfer Innenstadtstrasse. Diese wurden so geschnitten, dass es keine Straßenlücken zwischen den einzelnen Autos gibt. Wie eine Kette endlosen Fahrens von Farb- und Lichtspielen lässt sie diese so zeitweise fast abstrakt werden.

Die Projektionen sind auf Rück/Pro Folien auf 2 Fensterscheiben, die im rechten Winkel nebeneinander nach Außen zeigen. Durch die 2 unterschiedlichen Aufnahmeperspektiven entsteht in dem Zusammenspiel der beiden Fensterprojektionen eine rasante Geschwindigkeit um die Ecke, die, sowohl Außen als auch Innen sichtbar, mit der Umgebung kommuniziert.

Housing First - Was bedeutet für dich wohnen?

2 Kanal Videoinstallation, Galerie FiftyFifty Düsseldorf 2017

Diese Videoinstallation zeigt zwei Projektionen, die unabhängig voneinander aufgenommen wurden. Gezeigt werden auf der einen Wand Videoaufnahmen von Zimmereinrichtungen, persönlichen Gegenständen, intimen Kreativitäten und Wohnideen, wie wir sie alle in unserer Privatphäre haben. Sie sind in städtischen Obdacheinrichtungen oder Wohnungen von ehemals Obdachlosen entstanden. Interviews mit den Bewohnern sind diesen Bildern unterlegt.

Die zweite Projektion zeigt Aufnahmen, die in der Armenküche Düsseldorf entstanden. Ein ganz normaler Tag, 120 Essen für Obdachlose Menschen. Dennoch ist hier das Kochen und Tun zur Ernährung eine Häuslichkeit, Fürsorglichkeit und Wärme, keine Abfertigung.
Plaudern beim Kartoffeln schälen, im Kochtopf rühren und Abschmecken und das Essen auf den Teller geben, so wie in jeder familiären Küche.

In den Interviews kommt immer wieder der Wunsch zum Ausdruck:
„Wenn ich eine eigene Wohnung habe, kann ich die Tür zumachen, kann selbst bestimmen, wen ich rein lasse oder nicht.“

Erinnerungen eines Hauses - Fragment II

Nachbarn
Soundinstallation mit Video 2016
Stipendiatin des Onomato

Erinnerungen eines Hauses ist ein Projekt, dass ich mit einigen Videoaufnahmen 2012 begann und in einer Art Spurensuche in Fragmenten seitdem bearbeite. Diese Fragmente sollen in einer Rauminstallation zu einer Art DokumentarRaum (in Analogie zum Dokumentarfilm) zusammengefügt werden. Die Fragmente entstehen aus Interviews, Fundstücken, der Spurensuche mit der Videokamera während des Abrisses über den Schutt, die rohen Wände und den Kellerverlies, das Ausgraben der Rosen aus dem Vorgarten und den Rosen selbst, die in Kübeln in meinem Garten weiter wachsen, Fotos, Zeichnungen von gestapelten Möbelschatten und Recherchen im Stadtarchiv. Kann eine Art künstlerische Spurensuche die „Erinnerungen eines Hauses“ und nicht einfach die Geschichte verbildlichen?

Fragment II ist eine Soundinstallation mit Video, die In meiner Zeit als Stipendiatin im Onomato Künstlerverein Düsseldorf entstand. Ich bearbeitete Interviews, die ich 2013 mit sieben Nachbarn führte, um mehr über die Vergangenheit des Hauses und seine ehemaligen Besitzer zu erfahren. 7 Soundkästen, 20 x 30 cm groß mit je einem schwarz/weiß Foto des Interviewten auf der Vorderseite sind im Raum verteilt. Vier Soundkästen hängen an den Wänden, drei weitere stehen auf Stativen den anderen gegenüber. So hört man beim Eintreten zuerst einmal nur eine künstlich erzeugte Gesprächsrund. Das genaue Hinwenden zu einem einzelnen Kasten lässt dann das Gesprochene verstehen. Gleichzeitig läuft ein Video auf das Fenster projiziert. Es zeigt den Blick aus dem Haus auf den Vorgarten, den Garten, die verschiedenen Aussichten der ehemaligen Besitzerin.

Erinnerungen eines Hauses - Fragment I

Spurensuche
Videoinstallation, Ballhaus Nordpark Düsseldorf 2015

Diese Videoinstallation stellt dem heute als Ausstellungsgebäude genutzten, ursprünglich aber als Orangerie für die Ausstellung “Schaffendes Volk”, 1937 errichteten Gebäude, persönliche Erinnerungen an die NS-Zeit in Düsseldorf gegenüber.
Durch die Arbeit an der Dokumentation “Insel am Rhein-Künstlersiedlung Golzheim” machte ich mich mit der Geschichte des Nordparks vertraut. Gleichzeitig arbeitete ich an einem Projekt zur Geschichte eines Hauses in Düsseldorf, Düsseltal. In dieser Installation stehen die Interviews mit einer alten Dame und die Videomontage mit Bauschutt und Fundstücken einer bei der Sanierung gefundenen Öffnung zum Hauskeller hinter einer Schrankwand gegenüber.

Back from Chongqing

Videoinstallation, Atelier am Eck, Düsseldorf 2015
zusammen mit Corina Gertz
Stipendiatinnen des Düsseldorfer Künstleraustauschs, Chongqing 2014

In einer reisefreudigen Globalgesellschaft, die unzählige Informationen im Netz zur Verfügung stellt, scheint es nur noch wenige Überraschungen geben zu können. Doch Kultur, auch Alltagskultur ist ja keine Frage der Information oder des Verstehens, sondern eine Frage des Erlebens und des Spürens. Ist man vor Ort in China, speziell in einer Stadt wie Chongqing, die weit weniger einem westlich-globalen Lifestyle folgt, wie beispielsweise Shanghai oder Bejing, dann lösen sich alle zuvor zurecht gelegten Vorstellungen auf und weichen einer angenehm verstörenden Ratlosigkeit. China ist für einige westliche Besucher eine Herausforderung, weil sie zahlreichen Erfahrungen und Eindrücken ausgesetzt sind, die sich eben nur bedingt in den eigenen Erfahrungskontext eingliedern lassen. Sie bleiben fremd, flüchtig und liegen wie ein visueller oder geistiger Duft über dem Geschehen. Corina Gertz und Gudrun Teich gelingt es in verblüffender Weise, genau diese Grundstimmung aufzunehmen und nach Düsseldorf zu exportieren, sodass sie hier für jeden Besucher spürbar wird. Ich bin mir sicher, dass die Reaktionen des Publikums genauso disparat ausfallen werden, wie die Erfahrungen vor Ort. Was für ein Kitsch, oh wie lustig, das gibt es doch gar nicht, is nicht wahr, usw. und am Ende bleibt doch das Wesentliche im Hinterkopf. So gelingt es ihnen, von den alltäglichen Erscheinungen zum Wesen Chinas vorzudringen, ohne irgendetwas erklären zu wollen. Eine künstlerisch-respektvolle Annäherung an die Kultur, die sich jenseits des Urteils bewegt, voll geistreichem Humor. Chapeau, NiuBi, würde der junge Chinese sagen.
Prof. Justus Theinert, Eröffnungsrede 17.9.2015 .

Lovely ConFashions

Videoinstallation Organhaus Chongqing 2014
zusammen mit Corina Gertz
Stipendiatinnen des Düsseldorfer Künstleraustauschs, Chongqing 2014

Die Video Installation LoveLy ConFashions zeigt drei gleichzeitig laufende Videoprojektionen. Liebesbriefe aus aller Welt in Lesegeschwindigkeit ablaufend wie ein endloses Briefband, sind in der Mitte zu sehen. Sie sind adressiert an “kleine Ungeheuer”, “Schätzchen” und “Honig-Schnütchen” in allen möglichen Sprachen wie japanisch, chinesisch, deutsch, englisch, holländisch, portugiesisch und koreanisch. Es sind gedichtete, gezeichnete und geklebte Briefe, die Leidenschaft, Traurigkeit, Freude oder Schüchternheit zum Ausdruck bringen – ein berührendes Kaleidoskop brennender Herzen, dessen Inhalt uns von unserem Umgang mit anderen erzählt. In der rechten Videoprojektion sagen Menschen verschiedenen Alters und Nationalität “Ich liebe Dich!” in ihrer Muttersprache. Paare erzählen von ihrem Kennenlernen und was sie an dem Anderen lieben.
Ein weiterer Videoloop auf der linken Seite zeigt die Massenproduktion von Brautkleidern in China, die später in den Schaufenstern Europas dekoriert sind – die Industrie rund um die Heirat und den Traum von einem Happy End. Das Projekt zeigt das Verlangen nach Liebe und Leidenschaft der Menschen weltweit, unabhängig von ihrem kulturellen, sozialen oder religiösen Hintergrund.

ROT

1 Channel Videoprojektion 2010

Hier werden alle Dinge in der Farbe Rot aus Unterhaltungsfilmen und Serien einzelbildweise isoliert. Durch die Kamerabewegungen und Zooms ist das Fernsehrot in ein bewegtes Treiben verschiedenster Rottöne und Formen zusammengefügt, wie z. B. die Streifen der Socken und des Trikots eines Baseballspielers, der herangezoomt wurde. Das nächste Rot, ein T-Shirt das sich beugt, löst sich selbst auf und die Rückleuchten eines Autos ziehen als Leuchtgebilde ins Nichts. Das Rot einer englischen Flagge im Wind, wird zu einem Gebilde flatternden Etwas und ein roter Sportwagen vor dem ein Mensch ging, wischt sich hier fast selber weg.
In der Projektion werden all diese kleinteiligen Rotteilchen in ihrer Bewegung nun zu abstrakten Fraktalen, beschleunigten Teilchen und abstrusen Gebilden. Nur der Ton zeigt den medialen Ursprung dieser roten Flut.

Feeling Good

Videoinstallation, Kunstraum Düsseldorf 2001

Das Ende der Geschichte der Arbeit und das Verschwinden des Arbeiters aus der Arbeitswelt, waren erste auslösende Gedanken zu diesem Projekt. Die Perspektive, durch Maschinen ersetzt und arbeitslos zu sein, richteten meinen Blick auf die in unserer Kultur promoteten Alternativ-Beschäftigungen, wie bodybuilding, surfen, byking, bungeejumping, etc.

Diese Ausweichbeschäftigungen werden in den Medien zu einer wunderschön aufgebauten Freizeitkultur- „von der Arbeitsgesellschaft zur Spaßgesellschaft...“ Nur der Wandel vom arbeitenden "guten Produzenten" zum absorbierenden „guten Konsumenten" fällt eben denen schwer, die nicht über die zum Konsum nötigen Mittel verfügen und sich so einer Flut von eben dies propagandierenden Medien, die Sportkanäle, aussetzen.

Meine Arbeit greift diese Freizeitbeschäftigungen aus den Medien auf und löst sie aus ihrem Ursprungszusammenhang. Die Videoloops von Extrem- und Funsportlern in körperlicher Anstrengung wie z.B. Sumokämpfer, Byker, Skydiver, Skater wurden Einzelbildweise von ihrem Ursprungshintergrund gelöst und strengen sich nun im Dunkeln an. Mal beruhigend, mal beschwörend bewegen sie sich wie Slogan der heilen Welt, des Glücks, des Kicks, ...

Reiz der Dinge

Videoinstallation, Kulturforum NRW 1999
nominiert für den Vox-Kunstpreis
Im Besitz des Museums Kunstpalast, Düsseldorf

Die Installation „Reiz der Dinge“ löst Objekte der Werbung aus ihrem konstruierten Zusammenhang und schafft einen Raum, in welchem diese Objekte in einem hybriden Zustand die Frage nach ihrer Bedeutung aufwerfen. Ein dampfendes Pizzastück zum Reinbeißen animierend, stößt auf eine finger- schnippende Hand. Ein blinkend reines Weinglas vermisst seinen Besitzer und Nachbarn. Der Schinkenbraten lässt das Wasser im Mund zusammenlaufen und ist auch schon verschwunden, abgelöst von einer riesigen Nudel. Eine Ente, wie ein Plüschtier, läuft von rechts nach links, trifft auf einen Basketball, eine Gesichtsfläche kommt von hinten nach vorne und wieder zurück, lecker, weich, paradiesisch, sicher, explodiert ein Waschmittel und ein endloser Zug Altglas rauscht vorbei....
Die aus ihrem Zusammenhang gelösten Objekte führen ihr Eigenleben weiter, aber sie funktionieren nicht mehr ohne den ursprünglichen Zusammenhang. Diese Bearbeitung der aufwendig ins Licht gerückten, Sinnlichkeit evozierenden Erscheinungsbilder "alltäglicher Dinge", verrückt diese in ein Labyrinth von „beziehungslosen“ Reizen.
Der Raum wird eine Art Dingearchiv, in dem der Betrachter wandert, wie durch den Garten Eden der Kaufhäuser und der Werbewelten. Er erfährt eine Sammlung intentionsbehafteter Alltäglichkeiten, ergänzt unbewusst bekannte Werbeslogans, wird aber dabei durch das bruchstückhafte Zitieren, das neue Eigenleben der Objekte, gestört. Er verbleibt in einem Raum voller sinnlicher Reize, mit der Frage letztendlich nach der Bedeutung der Dinge und dem „Un“-Sinn der Werbung.

HeimatFilm

Videoinstallation, Galerie Academia Salzburg 1999

Ein Besuch des historischen Stadtkerns von Salzburg war Auslöser dieser Videoinstallation. Die hochglanzrestaurierten historischen Gebäude umgeben von idyllischem Bergpanorama, scheinen wie historisch nachgestellte Kulissen für Touristen, die in ihr Urlaubsfotos und Reisevideos erstellen. Am Abend, wenn die Touristen abgereist sind, ist diese Stadt leer. Das Stadtzentrum wurde seiner ursprünglichen Funktion enthoben, -das städtische Leben seinen Bürgern genommen, zugunsten einer Kommerzialisierung von Natur und Geschichte. Das Straßenbild, nun geprägt von japanischen Lausbuben, englisch sprechenden Dirndlkleidträgerinnen, Mozartkugeln und konservierten Altertümern, romantisiert ein Stadtidyll, das dem Idylleklischee von Heimatfilmen der 60er nachzueifern scheint.
In der Videoinstallation „HeimatFilm“ werden nun die Darsteller aus verschiedensten Heimatfilmen ihrer Filmkulisse beraubt. Mittels Computer werden ihre einzelnen Bilder in einen schwarzen Raum versetzt. Hier wird nun z.B. ein Fall ins Wasser zum Sprung in die Körperauflösung. Die Figuren wirken hier angefressen und morbid. Auf das alte Mauerwerk eines Kellers projiziert, wie Höhlenmalerei, läuft Geschehen ab und ist auch schon vorbei. Lustig anzusehen -und dennoch- dieser Ort hat einen Beigeschmack von Verlassenheit gleich den Kulissestädten nachts, wenn die Reisebusse längst abgefahren sind.

TV-Pool

Videoinstallation, Freibad Stockum Düsseldorf 1998

TV- Serien- und Spielfilmbilder wurden zu einer 30-minütigen whirlpoolartigen Projektionssequenz zusammengefügt. Wasser überschwappt diese und die Videoaufnahme eines ins Wasser tretenden Fußes versuchen diesen wirbelnden Bilderstrom zu unterbrechen, bzw. einen Ruhepunkt zu erhaschen.

Das Gespräch

Videoinstallation, Trinitatiskirche Köln 1997
Diplomarbeit, Kunsthochschule für Medien Köln

"...Dabei kann man versuchen, zugleich auch die eigene Rolle zu programmieren, die zu spielen dank Maske vorprogrammiert ist. Bei diesem Versuch, viele Stunden des Tages eine öffentliche Rolle zu spielen, kann die Maske gewissermaßen ans Gesicht anwachsen, mit der Gesichtshaut verwachsen. Man wird dann zu einer Person, auch wenn man sich dabei der Verkleidung bewusst ist, weil nämlich das Abnehmen der Maske (die Ehrlichkeit) einem herunterreißen der Haut, einer Selbstzerfleischung gleichkommt." Vilem Flusser

Die Inszenierung eines geselligen Miteinanders, ein gemeinsames Essen von 5 Leuten vor laufenden Kameras, war Ausgangspunkt dieser Arbeit. Die inszenierte Situation liefert die Handlung, den Text und thematisiert die Darsteller als solche, einzeln und in Gesellschaft. An Paintbox und Harry einzelbildweise nachbearbeitet, wurde aus den individuellen Gesichtern der Darsteller eine Maske herausgeschnitten. Die dabei herausgetrennten Wahrnehmungsorgane wurden als separate Sequenz auf schwarzen Hintergrund gelegt. In der Installation sind die Masken auf Transparentpapiere projiziert, die in einem Fünfeck angeordnet, von der Decke hängen. In der Mitte dieser Runde wird durch eine weitere Videoprojektion die "Sinnesorganesequenz" auf einem runden Tisch gezeigt. Durch die nicht synchron laufenden Player entsteht eine chaotische Interaktion der Mimik und des Sounds.

Dieser Gesprächsraum gibt den Moment der szenischen Interaktion vor und schließt gleichzeitig den Betrachter als einen Teilnehmer dieses Gesprächs aus. In der Runde stehend, bleibt diesem die Möglichkeit genauen Erforschens der Maskengesichter und der Sinnesorgane.

In Schale geworfen

Videoinstallation, X ObjectSpace Düsseldorf 1997

In den Bild für Bild nachbearbeiteten "Pret à Porter" Drehungen von 5 Supermodels wird über die Kontur der Kleider ihr abwesender Körper beschrieben. Durch die permanente Wiederholung der Sequenzen wirken die Vor- und Rückbewegungen der Kleider teils animiert, teils statuen- und roboterhaft.
In der Modewelt kam in den 90er Jahren das Phänomen der Supermodels auf, die den Status von Superstars haben, wie ihn bis etwa zur Mitte der 80er Jahre Musiker und Filmschauspieler hatten. Models waren eher namenlos. Nun sind es vor allem ihre Namen, die vermarktet werden – nicht die der Designer, deren Kleider sie tragen. Aber hat der, der einen Namen hat, damit auch eine Identität?

Haut

Videoinstallation, Kasseler Dokumentarfilm- und Videofestival 1994

Drei etwa 60 x 35 cm große Projektionsflächen aus Transparentpapier hängen an Nylonfäden von der Decke nebeneinander im Raum, so dass sie im Dunkeln frei schwebend wirken. Hinter den Projektionsflächen steht jeweils ein Stativ mit einem Beamer.
Die Videobilder zeigen eine endlose Fahrt über menschliche Haut. Unterschiedliche Hautpartien sind gleichzeitig sichtbar.
Ein großer Videoprojektor hängt unter der Decke. Die Projektionsfläche ist der Fußboden. Ein trapezförmiges Videobild zeigt übergroß Detailaufnahmen der Haut, die hier zu einer merkwürdigen Landschaft oder Öffnung im Boden werden. Die Haut ist Schnittstelle von Innen und Außen, Spiegel innerer Zustände und äußerer Einflüsse. Eine poröse Membran, deren Durchlässigkeit schwer zu regulieren ist. Eine Perspektive der Haut fern kosmetischer Betrachtung bis in die Poren.

Fotos, Collagen & Zeichnungen

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